BIM-Großprojekte: Wenn digitale Transparenz auf Misstrauen trifft

BIM verspricht das perfekte Modell: Alle Gewerke arbeiten an einem digitalen Zwilling, Konflikte werden früh erkannt, Schnittstellen sind sauber definiert. In der Theorie.

In der Praxis scheitert die Zusammenarbeit nicht am Modell – sondern an den Menschen, die damit arbeiten sollen. Digitale Transparenz trifft auf eine Kultur der Absicherung. Jeder will seine Daten schützen, niemand will der Erste sein, der Fehler sichtbar macht. Das Ergebnis: Koordination statt Kollaboration. Jeder bleibt in seinem Silo, Schnittstellen werden verwaltet statt gemeinsam gelöst.

Genau hier setze ich an.

Ein Team aus Ingenieuren und Architekten auf einer Großbaustelle bei Sonnenuntergang, die gemeinsam auf einem Tablet ein digitales BIM-Modell betrachten und diskutieren.

Warum scheitert Kollaboration in BIM-Projekten?

Das Problem ist nicht technisch. Die Modelle funktionieren, die Software läuft, die Prozesse sind definiert. Aber:

Menschen arbeiten anders als Modelle.

In BIM-Projekten treffen unterschiedliche Welten aufeinander:

  • Planer denken in Entwürfen und Optionen
  • Bauleiter denken in Terminen und Budgets
  • Fachingenieure denken in Normen und Regelwerken
  • Auftraggeber denken in Risiken und Haftung

Jeder hat seine eigene Logik, seine eigenen Interessen. Und niemand traut dem anderen über den Weg. Das Modell zeigt zwar, wo es kracht – aber es löst nicht, warum keiner den ersten Schritt macht.

Die Folge: Clash Detection läuft, aber Human Clash Detection fehlt. Konflikte werden technisch dokumentiert, aber nicht geklärt. Meetings enden in Zuständigkeitsdebatten statt in Lösungen.


Mein Ansatz: Mensch & Modell

Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen perfekter digitaler Planung und menschlicher Zusammenarbeit.

Was ich tue:

Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen perfekter digitaler Planung und menschlicher Zusammenarbeit – mit drei konkreten Formaten:


Human Clash Detection Workshop

Finden Sie die Konflikte, bevor sie Geld kosten. Wir simulieren das Scheitern, um den Erfolg abzusichern – mit der Pre-Mortem-Methode und Stress-Tests für Ihr Team.

Mehr erfahren: PDF herunterladen


Interface-Audit: Der Schnittstellen-Check

Damit aus „Open BIM“ nicht „Closed Mind“ wird. Wir reparieren nicht die IFC-Datei, sondern die Absprache zwischen den Beteiligten.

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Kollaborations-Workshop

Koordination läuft – aber echte Kollaboration? Wir entwickeln mit allen Beteiligten gemeinsame Verantwortung für das Gesamtprojekt statt Silo-Denken.


Für wen ist das?

Meine Arbeit richtet sich an alle, die in technischen Großprojekten Verantwortung tragen:

Branchen:

  • Infrastrukturprojekte (Brücken, Tunnel, Bahnstrecken)
  • Hochbau und Gebäudetechnik
  • Anlagenbau und komplexe technische Systeme

Projekttypen:

  • BIM-Projekte mit mehreren Gewerken und Planungsbeteiligten
  • Großprojekte mit Auftraggebern, Planern, Ingenieurbüros und ausführenden Firmen
  • Projekte, bei denen unterschiedliche Hierarchien und Unternehmen zusammenarbeiten müssen

Typische Situationen:

  • Das Modell ist da, aber die Zusammenarbeit hakt
  • Meetings enden in Schuldzuweisungen statt in Lösungen
  • Jeder sichert sich ab, keiner übernimmt Verantwortung für Schnittstellen
  • Konflikte schwelen unter der Oberfläche, bis es zum Knall kommt

Was bringt das konkret?

Wenn wir zusammenarbeiten, entstehen folgende Ergebnisse:

Klarheit über Schnittstellen:
Nicht nur technisch im Modell, sondern auch organisatorisch – wer ist wofür zuständig, wer entscheidet, wer informiert?

Arbeitsfähigkeit unter Druck:
Teams bleiben handlungsfähig, auch wenn Konflikte auftreten. Unterschiedliche Perspektiven werden nicht wegmoderiert, sondern produktiv genutzt.

Vertrauen statt Absicherung:
Die Kultur verschiebt sich von „Wer ist schuld?“ zu „Wie lösen wir das?“. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.

Echte Kollaboration:
Keine Koordination, bei der jeder seine Insel verteidigt – sondern gemeinsame Verantwortung für das Gesamtprojekt.


Wie geht’s weiter?

Wenn Sie ein BIM-Projekt haben, bei dem die Technik läuft, aber die Menschen nicht – lassen Sie uns reden.

20 Minuten Telefon reichen, um zu klären, ob und wie ich Ihnen helfen kann.